Ein Leck im System – warum es die Riester-Rente gibt
Im Mai 2001 beschließt der Bundestag das Altersvermögensgesetz (AVmG). Einer der wichtigsten Teile daraus wird als die sogenannte Riester-Rente in die deutsche Geschichte eingehen. Benannt nach dem damaligen Arbeits- und Sozialminister Walter Riester (SPD) sieht sie erstmalig vor, dass der deutsche Staat die private Altersvorsorge aktiv und nicht nur durch Steuervorteile fördert – auf freiwilliger Basis.
Grund dafür ist eine Versorgungslücke in der gesetzlichen Rente, die die Rentenreform 2001 gerissen hat. Hier hatte die Regierung das Rentenniveau im Schnitt um 3 Prozentpunkte, gemessen am Netto-Verdienst, gesenkt (zum Text: Die gesetzliche Rente ist nicht sicher – Riester, Rürup, bAV & Co. sollen es richten).
Die neue Riester-Rente tritt im Jahr 2002 in Kraft. Das Kunst-Verb „Riestern“ kommt schon im Sommer zuvor in Mode. Der Begriff „Riester-Rente“ landet bei der Wahl zum Wort des Jahres 2001 auf Platz 8. (Den Sieg trägt „Der 11. September“ davon.)
Von: Andreas Scholz
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