Riester-Rente Fallbeispiel 1: Die Mittelschichts-Familie mit einem Kind
Peter (40) und Katarina M. (36) sind seit zehn Jahren verheiratet, ihr Sohn Felix wird in diesem Jahr eingeschult. Als er drei wurde, ist Katarina M. wieder in ihren Beruf zurückgekehrt und verdient seitdem als Assistentin 15.000 Euro im Jahr. Was bringt die Riester-Rente?
Hauptverdiener ist ihr Mann, der als leitender Angestellter 60.000 Euro im Jahr erhält. Steuerlich lässt sich das Ehepaar zusammen veranlagen.
Einen Teil seiner Altersvorsorge will Ehepaar M. über die Riester-Rente bestreiten. Die beiden können wählen, wie groß dieser sein soll, denn es bieten sich mehrere Möglichkeiten an.
Hauptverdiener ist ihr Mann, der als leitender Angestellter 60.000 Euro im Jahr erhält. Steuerlich lässt sich das Ehepaar zusammen veranlagen.
Einen Teil seiner Altersvorsorge will Ehepaar M. über die Riester-Rente bestreiten. Die beiden können wählen, wie groß dieser sein soll, denn es bieten sich mehrere Möglichkeiten an.
Die Klassische Lösung
Sie können klassisch die höchste Zulagenförderung nutzen, indem sie jeweils 4 Prozent ihres Vorjahreseinkommens sparen. Bei Katarina sind es 600 Euro, bei ihrem Mann ist es der Höchstbetrag von 2.100 Euro.
Gemeinsam sparen sie in beiden Verträgen 2.700 Euro, 493 Euro davon sind Zulagen: 2x154 Euro Grundzulage plus 185 Euro Kinderzulage. Zudem könnten sie mit einer zusätzlichen Steuererstattung* von 499 Euro rechnen. 1.708 Euro müssen sie jedes Jahr selbst dazuzahlen. Das entspricht einer Förderquote von 37 Prozent.
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Die Kleine Lösung
Wollen sie ihren Riester-Anteil in der Altersvorsorge eher kleinhalten, wäre es sinnvoll, nur Katarina riestern zu lassen. Ihre Gesamteinzahlung liegt bei 600 Euro, davon müsste sie lediglich 261 Euro selbst einzahlen, der Rest (57 Prozent) sind Zulagen.
Die Große Lösung
Eine Alternative wäre es, die maximale steuerliche Förderung zu nutzen, sprich jeder zahlt 2.100 Euro ein. Durch die relativ hohe Steuererstattung* von 1.041 Euro liegt die Förderquote bei 37 Prozent.
Ehepaar M. muss zwar zusammen 2.667 Euro aus eigener Tasche in die Verträge stecken, dafür sparen sie aber auch 4.200 Euro pro Jahr an. Mit steigendem Gehalt der beiden, steigt auch die Attraktivität dieser Riester-Lösung.
Riester-Rente klassische Lösung: Beide riestern mit 4 Prozent ihres Vorjahreseinkommens
Gesamteinzahlung: 2.700 Euro
2xGrundzulage : 308 Euro
Kinderzulage: 185 Euro
Steuererstattung*: 499 Euro
Eigenbeitrag (nach Steuern): 1.708 Euro
Förderquote: 37%
Riester-Rente kleine Lösung: Nur die Ehefrau riestert
Gesamteinzahlung: 600 Euro
Grundzulage: 154 Euro
Kinderzulage: 185 Euro
Eigenbeitrag: 261 Euro
Förderquote: 57%
Riester-Rente große Lösung: Beide riestern und nutzen höchste steuerliche Förderung
Gesamteinzahlung: 4.200 Euro
2xGrundzulage: 154 Euro
Kinderzulage: 185 Euro
Steuererstattung*: 1.041 Euro
Eigenbeitrag (nach Steuern): 2.666 Euro
Förderquote: 37%
*)Die Steuererstattung wurde mithilfe des Abgabenrechners des Bundesfinanzministeriums errechnet. Unterstellt ist, dass das rentenversicherungspflichtige Einkommen dem zu versteuernden Einkommen entspricht und im betreffenden Jahr genauso hoch ist wie im Vorjahr (Basis der Riester-Förderung). Die Berechnung ist daher nur eine Annäherung, die tatsächliche Höhe hängt letztlich u.a. von den individuellen weiteren Abzügen ab.
Von: Sabine Groth
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